Ist das Kaukasusvergißmeinnicht eigentlich ein Vergißmeinnicht?

Während wir das Vergißmeinnicht meist als Frühblüher im Topf kaufen und nach der Blüte durch Sommerblumen ersetzen, haben wir mit dem Kaukasusvergißmeinnicht eine zuverlässige Staude, die als mehrjährige Pflanze unser Beet durch seine besondere Farbe und sein auffälliges Blattwerk bereichert.

Das Vergißmeinnicht, botanisch auch Myosotis, stammt genau wie das Kaukasusvergißmeinnicht (Brunnera) aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Charakteristisch hierfür ist die steife Behaarung auf Blättern und Stengel, die deutlich zu spüren sind. Ganz besonders ausgeprägt uns spürbar ist diese Behaarung beim Borretsch, den wir aus unserem Kräutergarten kennen.

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Kaukasusvergißmeinnicht, Brunnera

Während wir das Vergißmeinnicht meist als Frühblüher im Topf kaufen und nach der Blüte durch Sommerblumen ersetzen, haben wir mit dem Kaukasusvergißmeinnicht eine zuverlässige Staude, die als mehrjährige Pflanze unser Beet durch seine besondere Farbe und sein auffälliges Blattwerk bereichert. Entdeckt wurden die Pflanzen im Jahr 1800 von Michael Friedrich Adams auf einer Expedition in den Kaukasus. Benannt wurde sie später nach dem schweizerischen Botaniker Samuel Brunner (1790–1844).
Insgesamt wächst das Kaukasusvergißmeinnicht lieber im Halbschatten und freut sich über ein wenig Feuchtigkeit, besonders während der Blüte. Es kann sehr gut unter Gehölze gepflanzt werden und bildet in einer Gruppe von mehreren Pflanzen seiner Art einen ca. 30 cm hohen Teppich.


Ein besonderes Blatt in einer Gruppe Gleichgesinnter kann ein Erlebnis sein


Ist die Blüte der Brunnera nach ca. 4 Wochen vorbei, so kann man sich auch weiterhin an der Pflanze erfreuen, denn nun kommen die besonderen Eigenschaften der Blätter zur Geltung. Je nach Sorte reicht die Bandbreite von sattem Grün bis hin zu silbrig gefleckt, so dass man nur mit dem Laub halbschattige und manchmal vernachlässigte Ecken im Garten durch spektakuläre Brunnerablattgruppen aufwerten kann.
Die bekannteste Sorte der silbrigen Brunnera ist Brunnera macrophylla ‚Jack Frost’®, aber auch die Sorte „Dawson’s White“ bringt durch ihre Blattfärbung viel Bewegung in langweilige Beete.
Mag man es frisch grün, dann ist die normale Art Brunnera macrophylla immer ein Hingucker, so wie wir es in unserem Paket „Waldspaziergang in Schweden“ verwenden. Es gibt das Kaukasusvergißmeinnicht aber auch als weißblühende Form, nämlich „Betty Bowring“.
Diese Sorte findest du übrigens auch in unseren Paketen „Cool and fresh“ und „Balkonglück“!

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In einer Gruppe gepflanzt bildet das Kaukasusvergißmeinnicht einen herrlich blauen Teppich.

Ein reines Blau im Garten ist ein ganz besonderes Ereignis.

Die Blüten des Kaukasusvergißmeinnicht erscheinen in verschiedenen Blautönen Mitte bis Ende des Frühlings. Sie variieren dabei von Pastell bis hin zu elektrischem Blau.
Karl Förster bezeichnete die Farbe Blau als „ein seltsam anderes Etwas“ und widmete ihr ganz besonders Aufmerksamkeit in seinem Werk „Blauer Schatz der Gärten“. Er beschreibt die „unüberschaubare blaue Welt“, in der von „Berggeheimnissen“ oder „Meeresgefühlen“ die Rede ist und auch von „erschreckend blauen Grüßen aus der Fremde“, wenn er von Lobelien oder Enzian spricht. Tatsächlich ist es für mich die artifiziellste Farbe, die in meinem Garten vorkommt, sie will sich in ihrer reinen Ausprägung nicht so recht in ein Umfeld fügen, in dem rosa und violette Töne selbstverständlicher erscheinen (lies auch weiter in dem Blogartikel „Die Wirkung von Farben im Garten“.

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